Advents- und Weihnachtskonzert 2016

7. Advents- und Weihnachtskonzert im Gartensaal

Schnell waren in diesem Jahr wieder die 30 Plätze im Gartensaal vergeben, wo die Gäste eine ganz außergewöhnliche Aufführung erwartete. Neben dem museumseigenen historischen Tafelklavier bekamen die Musikfreunde diesmal passend zum musikalischen Thema  des Konzerts eigentlich für Kinder vorgesehene toy-pianos zu hören. Der Vorstandsvorsitzende Wolfgang Küppers hat die Stimmung an diesem besonderen Abend im Gartensaal des Herrenhauses Cromford für Sie eingefangen.

Welch eine Performance verzauberte den Gartensaal am Abend des zweiten Advent!

Alljährlicher Wermutstropfen auch beim 7.  Konzert im Gartensaal: Der Raum bietet nur 30 Besuchern Platz. Aber die erleben einen exklusiven Klanggenuss, denn der runde Raum vermittelt eine besondere Akustik – dazu der spezielle Klang des von Marinus Broedelet in Utrecht um 1830 hergestellten Tafelklaviers.

 

Unkonventionell und doch überzeugend: Die Kombination von historischem Tafelklavier und toy-pianos, mit der die vielfach ausgezeichnete Pianistin Frederike Möller das Publikum im Gartensaal bezauberte.

Frederike Möller, vielfach ausgezeichnete Pianistin und Dozentin an der Robert-Schumann-Hochschule in Düsseldorf, bezauberte nicht nur in ihrem roten Outfit – passend zu den roten toy-pianos – ihr Auftritt am historischen Tafelklavier, ihre strahlende Bühnenpräsenz und ihre wunderbare Musik machten diesen Abend zu einem Besonderen. Wie bezaubernd zu sehen, wie sie auf dem Boden sitzend ihre toy-pianos in die Performance einbezog. Und wie sie auf diesen eigentlich für Kinder gedachten Instrumenten  „richtige“ Literatur etwa eines John Cage spielte.

Frederike Möller unternahm in ihrem Programm einen musikalischen Streifzug  durch die Geschichte der Kinderszenen: Ausgehend von einer frischen Begegnung mit Robert Schumann geht die Reise unter anderem zum Erfinder der „Träumerei“ – Schumanns Freund Ferdinand Hiller, weiter zum Schumann-Verehrer Déodat de Séverac, zu den französischen Kindheitserinnerungen des Postimpressionisten Frédéric Mompou und zum traumatischen Erlebnis des „First Punishment“ bei Modest Mussorgsky.

Denn vom 19. Jahrhundert bis heute haben zahlreiche Komponisten ihren ganz eigenen Blick auf die Kindheit geworfen. Die Stücke verstehen sich allerdings nicht als Kinderlieder: Wie Schumann selbst über seine Kompositionen sagte, sind es „Rückspiegelungen eines Älteren für Ältere“.

In ihrer Einführung erinnerte Museumsleiterin Claudia Gottfried an Kinder, an Kindheiten in den jeweiligen Musikepochen, die Frederike Möller mit den musikalischen Kinderszenen sehr emotional als Klang-Künstlerin vermittelte. Mit Schumanns Träumerei als Zugabe endete eine wunderbare Einstimmung in die Advents- und Weihnachtszeit.

Wolfgang Küppers als Vorsitzender des Fördervereins, durfte auf ein äußerst spannendes, bewegtes und sicher auch erfolgreiches Jahr zurückblicken,  mit einem Dank an alle Mitglieder und Gäste, die das Motto des Verein „Mit uns bleibt Geschichte lebendig“ so vielfältig unterstützen, aber ebenso intensiv an die so harmonische Zusammenarbeit mit der Museumsleitung und dem Team – ein tolles Jahr, ein sehr aktives Jahr!

 Wolfgang Küppers

 

 

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