1. Aktionstag der Wirtschaft

Gemeinsam für Ratingen: 1. Aktionstag der Wirtschaft

Im Februar 2016 hatten verschiedene gemeinnützige Einrichtungen zu einer Auftaktveranstaltung in die Stadthalle eingeladen. Sinn dieser Veranstaltung war, dass sich die Wirtschaft an einem Tag im Jahr mit Mitarbeitern an sozialen Projekten beteiligt. Wir als Förderverein sind zwar kein Wirtschaftunternehmen, aber da wir sonst auf der Nehmerseite stehen, sollte diesmal die Möglichkeit eines Beitrags unsererseits abgeklärt werden.

Wir besuchten Wochen später die Projektmesse, auf der diverse Einrichtungen ihre Anliegen vorstellten. Wir kamen mit unserem Vereinsmitglied, Frau Kornelia Schröder, Vorsitzende des Kinderschutzbundes Ratingen, ins Gespräch, die uns ihr Anliegen vortrug: „Ein Ausflug wäre schön“. Wir gaben spontan eine Zusage.


"Ein Ausflug wäre schön" - und mit dem Förderverein wurde daraus für die Mädchengruppe einen Zeitreise durch die Textilfabrik Cromford.

Und so fuhren wir, die Vorstandsmitglieder Wolfgang Küppers und Hanjo Zimmer,  am Aktionstag, dem 3. Juni 2016, erst mit unseren PKWs nach Ratingen West zum Kinderschutzbund, um dann mit neun Mädchen, fünf aus Nigeria, drei aus der Türkei, eins aus Deutschland, das Industriemuseum Cromford zu besuchen. Die Mädels waren sehr aufgeregt und schnatterten fröhlich durcheinander.

Im Museum wurden sie zunächst von Frau Gottfried und Frau Keuler empfangen und als Fabrikkinder in Cromford mit Kopftüchern und Röcken verkleidet. Nun wanderten sie gemeinsam an die Anger und es wurde erklärt, dass das Wasser die Kraft für das Wasserrad und die angeschlossenen Maschinen liefert. Dann ging es durch das Herrenhaus und in den Gewölbekeller, der normalerweise nicht zu besichtigen ist. Das war alles ganz schön aufregend, deshalb legten wir im Café eine Pause ein und die Kinder konnten sich über Süßigkeiten und Getränke freuen.

Danach klettern wir auf den Speicher und unsere kleinen Gäste konnten von einem Zweig Baumwolle abzupfen und Spannendes über die Baumwollverarbeitung lernen. Das Wollknäuel musste gut vorbereitet werden: es musste aufgelockert, gereinigt, gekämmt und kardiert und das entstandene Vlies zu einer Rolle aufgewickelt werden. Anschließend versuchten die Mädchen, aus der Watterolle Fasern auszuziehen und zu spinnen. Alle durften als Erinnerung etwas Baumwolle und den selbst gedrehten Faden mit nach Hause nehmen.

Damit ging ein schöner und spannender Tag zu Ende und die Mädchen wurden wohlbehalten nach Ratingen West zurück gebracht.

Vielleicht wird dieser Aktionstag ja zu einer festen Veranstaltung und im nächsten Jahr wiederholt.

 Hanjo Zimmer

 

 

 

 

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